Welchen Nutzen kann es bringen?

Der Einsatz der Handybox im Unterricht bringt ein gewisse Vorbereitung mit sich, und es gibt ein paar Dinge, die die Lehrkraft bei der Umsetzung beachten sollte. Darüber hinaus eröffnet die Handybox Lehrkräften als auch Schülerinnen und Schülern eine ganze Reihe neuer Chancen. Es sind Chancen für ein besseres Lehren und gleichzeitig Chancen für ein besseres Lernen.

Zunächst ist klar, dass der Einsatz der Handybox Zeit kostet. Wenn es schnell geht, sind es am Anfang der Stunde zwei Minuten und am Ende eine Minute. Wenn sich die Lehrkraft in kurze Gespräche verwickeln lässt, sind es vielleicht auch fünf Minuten am Anfang.

 

Dem gegenüber steht das höhere Maß an Konzentration, die geringere Anzahl an Unterbrechungen und vor allem eine deutlich höhere Chance auf eine dauerhaft gute Lernatmosphäre. Weniger Aggression im Unterricht kann nicht nur zu besseren Lernergebnissen führen, sondern erspart der Lehrkraft möglicherweise außerdem anstrengende Auseinandersetzungen. Die Handybox kann so die Zufriedenheit der Lehrkraft deutlich erhöhen.

 

Die Zustimmungswerte der Schülerinnen und Schüler sind darüber hinaus eindeutig: In jeder der vergangenen Evaluationen haben die Schülerinnen und Schülerinnen der Aussage „Ich finde es richtig, dass mein Handy in jeder Stunde eingesammelt wird.“ im Durchschnitt mit mindestens „trifft überwiegend zu“ zugestimmt. Viele Schülerinnen und Schüler setzten ihr Kreuz sogar bei „trifft voll zu“. „Ohne Handy ist hart. Aber ich habe endlich zugehört.“ (anonym, 12. Klasse Fachoberschule, Juli 2012)

 

Wenn dann ein Handy nicht mehr unter dem Tisch klingelt, sondern in der Box, führt das der Erfahrung nach weniger zu einer negativen Störung, sondern eher zur Auflockerung und Erheiterung. Diesen kurzen Lacher nimmt die Lehrkraft gern in Kauf, wenn dafür entspannter und zielstrebiger gearbeitet wird.